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KONZERTPLAN

KAMMERMUSIK NEU GEHÖRT.

03.02.2019

NEUJAHRSKONZERT

LINDA VOGEL |  18 Uhr  |  Dachraum Gemeindesaal Malters

Linda Vogel (Harfe, Electronics, Gesang))

Vincent Glanzmann (Schlagzeug)

Eintritt Fr. 20.–

Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre gratis!

Unnummerierte Plätze, Abenkasse, Türöffnung 30 Minuten vor Konzertbeginn

Kann man ein Instrument neu erfinden? Linda Vogel versucht es. Sie sucht nach Wegen, um der Harfe nie gehörte Klänge und Beats zu entlocken. Dafür hat sie elektronische Trigger entwickelt, um das Klangspektrum zu erweitern. So schafft sie es, dieses über 5000 Jahre alte Instrument in unsere Zeit zu bringen. Zusammen mit Schlagzeuger Vincent Glanzmann spielt sie teils improvisierte zeitgenössische Musik, nicht ohne Pop-Appeal.

Die Zürcher Harfenistin dehnt durch das Miteinbeziehen von Effektgeräten und erweiterten Spieltechniken das Klangspektrum ihres eigentlich klassischen Instruments in neue Sphären aus. Linda Vogel kreiert Sounds und Stimmungen, die von prägnanter, treibender Rhythmik geprägt sind. Die technischen Spielerweiterungen bearbeiten die elektro-akustische Harfe und setzen das antik anmutende Saiteninstrument in einen ungehörten Kontext. Mit Harfe, Schlagzeug und ihrer Stimme malt Linda Vogel in ihren Eigenkompositionen ein ureigenes, persönliches Universum, welches fragile Momente, gerappte Poesie und Improvisation nebeneinander stellt.

19.08.2018

CHILBIKONZERT «TSCHES NICHT JAZZ»

BAUERNMUSIK ALTDORF PLUS |  19 Uhr  |  Pfarrkirche St. Martin Malters 

 

​Peter Gisler, Altdorf (Kontrabass und Örgeli)

Sepp Wipfli, Erstfeld (Klarinette, Saxophon)

Hanspeter Wigger, Büron/LU (Trompete, Alphorn, Büchel)

​Erich Herger, Bürglen (Flügelhorn)

Patrik Stadler, Schattdorf (Posaune)

Gast: Clarigna Küng, Appenzell, Violine

Eintritt frei, Türkollekte

 

  Mit freundlicher Unterstützung:

Im Estrich über Schatz gestolpert

Jahrelang hat Peter Gisler im Kanton Uri nach alten Volksmusikquellen gesucht und geforscht. Einen musikalischen Schatz hat er im Krupskihaus an der Klostergasse in Altdorf entdeckt. Im Estrich stand ein zirka 120 Zentimeter hoher Schrank. Dieser war vollgestopft mit handgeschriebenen Noten. «Es war ein unvergesslicher Anblick», erinnert sich Gisler. Was er zu sehen bekam, war alles andere als alltäglich. Zuoberst lagen die Notenbüchlein, welche Hanny Christen für ihre berühmt gewordene Sammlung zur Abschrift erhielt. Danach gab es viele Einzelblätter, gedruckte Noten mit klassischer Musik für Klavier, populäre Wiener- und Operettenmelodien, Tänze aus Bayern, Lieder und Klarinettenübungen. Zuunterst im Schrank entdeckte Gisler die eigentliche Sensation. «Vor mir lagen fünfstimmige Bearbeitungen von Tsches Krupski, die er für eine Bauernmusik geschrieben hat», sagt Gisler.

Musik mit Leidenschaft

Die Bauernmusik Altdorf hat sich aufgemacht, die alte Volksmusik ebenso leidenschaftlich zum Klingen zu bringen, wie sie die neue Volksmusik selber verinnerlicht. So gehören nationale und internationale Volksmusik, aber auch eigene Kompositionen zu ihrem Programm. Natürlich werden im Chibliprogramm von Malters auch alte Tänze von Luzerner Komponisten  wie Ferdinand Lötscher und Alfred Leon Gassmann gespielt. Eine Besonderheit der Bauernmusik Altdorf ist, dass die Besetzung nicht immer gleich ist. So sind seltene Besetzungen zu hören wie z.B ein Duett mit  Alphorn und Kontrabass. 

Zum Begriff Bauernmusik

Vor dem ersten Weltkrieg wurde die Volksmusik oft als Bauernmusik bezeichnet. Aber auch mit Flur- und Übernamen wie z.B. «Hudelimusik» Einsiedeln oder «Bäbimusik» Alpnach wurden die Volksmusikgruppen benannt. Der Begriff «Ländlermusik» kam erst später (um 1920) auf. Vor dieser Zeit gab es eine grosse Instrumentenvielfalt.  Blas- und Streichinstrumente waren in der ganzen Schweiz gängige Volksmusikinstrumente. Es waren aber nicht die Bauern, die Volksmusik spielten. Auf dem Land lebte man bescheiden, und die Bauern hatten anderes zu tun, als nächtelang zu musizieren. Die Musiker sind aus gewerblichen, städtischen und auch aus dem akademischen Umfeld gekommen. Oft waren es die gleichen Musiker, die  in Kirchen, an Konzerten oder eben zum Tanz aufspielten. Der Begriff «Bauernmusik» bezieht sich also nur auf die Musikart, nicht aber auf die Interpreten.

09.09.2018

EXTRAKONZERT

brettissimo «surprise»   |  17 Uhr  |  Mirjamkirche Malters 

Albin Rohrer (Hackbrett)

Franziska Mathis (Hackbrett)

Emil Frey (Kontrabass)

Kathrin Regli (Cello)

Vokalensemble, Leitung Kathrin Regli

Mit einem Hackbrett kann man Appenzeller-Tänze spielen. Aber nicht nur! Man kann auch Rossini oder Blues, Griechisches oder Spanisches und auch Bach spielen. Wer's nicht glaubt, darf sich gerne von brettissimo überraschen lassen. Die Formation steht für leidenschaftliche, romantische, überraschende und witzige Hackbrett-Musik. Sie besticht  durch ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Konzertprogramm. Seit 2017 neu mit dabei ist Kathrin Regli am Cello. Jetzt ist die Gruppe zusammen mit einem Vokal-Ensemble unterwegs.

 

 

Keine Frage der Generationen

Die eine oder andere Polka oder ein Walzer aus dem Appenzell stehen bei brettissimo immer auf dem Programm. Doch wesentlich bei dieser Formation ist nicht etwa das Appenzellische, sondern die Abwechslung: Blues, Südamerikanisches, Spanisches oder Griechisches, ja sogar Musik von Bach und Rossini wechseln sich in bunter Reihenfolge ab. brettissimo steht für Vielfältigkeit und für permanente Überraschungen; nie weiss man, was als nächstes kommt:  Manchmal urchig, dann sehr romantisch, hin und wieder auch etwas frech, immer aber leidenschaftlich und gut gewürzt! Der Kontrabass und das Cello verleihen den zwei Hackbrettern nicht nur einen festen Boden, sondern auch eine optimale Erweiterung des Gesamtklanges. Etwas ungewöhnlich ist auch die Besetzung von brettissimo: Jüngeres und schon etwas Älteres verbindet und ergänzt sich in optimaler Weise. Das zeigt einmal mehr, dass Musik nicht zwingend eine Frage der Generationen sein muss. 

 
Mit einem Vokalensemble

Die Formation brettissimo ist bereits zwei Mal in Malters aufgetreten. Einmal im «Gleis 5» und anlässlich der Chilbi 2016 am Musikkreis-Chilbikonzert in der katholischen Kirche. Beim Konzert «Surprise» wird brettissimo mit einem Vokalensemble – unter der Leitung von Kathrin Regli – ergänzt, das den Melodien mit glasklaren und kräftigen Stimmen einen zusätzlichen Reiz verleiht. brettissimo und das Vokalensemble werden gemeinsam Melodien vortragen, die man in dieser Besetzung kaum erwarten würde...

 

 

18.11.2018

HERBSTKONZERT «IN DIR DIE ERDE»

17 Uhr  |  Mirjamkirche Malters 

Liv Lange Rohrer (Sopran)

Ina Callejas (Akkordeon)

Azra Ramic (Bassklarinette)

 

Musikalische Preziosen aus Frankreich, Südamerika und der Karibik: Werke von Villa-Lobos, Guastavino und Canteloube

d’Rivera und Cahuzac in einer aussergewöhnlichen Trio-Besetzung mit Stimme, Akkordeon und Bassklarinette.

Mit freundlicher Unterstützung:

Die Schönheit der Natur in all ihren Facetten

Inspiriert durch das ländliche Flair der Chants d’Auvergne von Joseph Canteloube, von Carlos Guastavinos charmanten Flores Argentinas sowie von Heitor Villa-Lobos’ leidenschaftlichem Werk Bachianas Brasileiras No. 5 haben sich drei ausgezeichnete

Musikerinnen zusammengefunden, um in einer nicht alltäglichen Besetzung diese Musikstücke im Konzertprogramm IN DIR DIE ERDE erklingen zu lassen. Mit viel Feingefühl, Neugier und Enthusiasmus widmen sich Azra Ramić (Klarinette) und Ina Callejas (Akkordeon) mit der Sängerin Liv Lange Rohrer der Intensität und zugleich wundervollen Anmut, welche mit diesen Liedern einhergehen und einen besonderen Umgang mit den gewählten Instrumenten erfordern.

 

Hörerlebnis erfahren

Einerseits streben sie dabei einen möglichst werkgerechten Ausdruck an, andererseits scheuen sie sich keinesfalls davor, etwas Neues zu schaffen: Das Publikum soll ein neues Hörerlebnis erfahren, gesteuert durch die besondere Konstellation des Instrumentariums Klarinette, Akkordeon und Stimme. Um möglichst eine spannende aber auch sensible Klangsprache zu finden, befassen sich die Instrumentalistinnen Azra Ramić und Ina Callejas und die Sängerin Liv Lange Rohrer intensiv mit der Notation und den Texten der einzelnen Stücke, sezieren die Kompositionen, fügen sie wieder zusammen und lassen somit Raum für die Umsetzung ihrer eigenen Vorstellung von Klang und Sprache.

 

Gemeinsames Ausprobieren

Was implizieren die Wörter in den Versen? Und wie wurden sie von Guastavino oder Villa-Lobos musikalisch eingesetzt? Wie geht Canteloube mit dem volkstümlichen Liedgut um und wie arrangiert er es in seine musikalische Sprache? Durch gemeinsames Ausprobieren, Ideen-Verwerfen und -Annehmen sowie Notieren und schlussendlich Proben, Musizieren und Interpretieren suchen die drei Künstlerinnen ihre eigene Musiksprache mit dem Ziel, sie in den Liedern von Canteloube, Guastavino und Villa-Lobos in einem neuen Gewand zum Erklingen zu bringen. Eingebettet in die ausdrucksstarke Lyrik von León Benarós, Ruth Valadares Corrêa und Manuel Bandeira wird Liv Lange Rohrer überdies erlesene Gedichte von Guillaume Apollinaire und Pablo Neruda sowie Azra Ramić und Ina Callejas zwei musikalische Intermezzi von Louis Cahuzac und Paquito d’Rivera in das Programm einfliessen lassen.

«In dir die Erde», ein aussergewöhnliches und feinfühlig interpretiertes Konzertprogramm in origineller Trio-Besetzung.